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Stadtweit

Ihr direkter Draht zum OB

Information und Austausch

ThemaVerwaltung
ZeitraumFortlaufend
Zielgruppealle Einwohnerinnen und Einwohner

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Wie funktioniert "Ihr direkter Draht zum OB"?

    Sie fragen - der OB antwortet

    Hier können Sie Ihre Frage an Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup stellen. Diese kann dann 14 Tage lang von anderen Nutzerinnen und Nutzern kommentiert und bewertet werden. Nach Ablauf dieser 14 Tage wird die Antwort von Dr. Mentrup auf Ihre Frage online gestellt.

    Weiterhin können Sie Fragen anderer Bürgerinnen und Bürger kommentieren und bewerten, solange diese noch nicht beantwortet sind. Bitte beachten Sie, dass Sie sich dazu vorher als Nutzerin oder Nutzer registrieren müssen. Fragen und Kommentare werden zuerst vom Moderationsteam gesichtet und dann freigegeben.
     


    Laden Sie den OB zu sich ein

    Sie sind eine gemeinnützige Organisation, ein Verein oder eine Initiative zum Beispiel aus dem sozialen, kulturellen, sportlichen Bereich oder aus dem Natur- und Umweltschutz und haben ein ganz besonderes Projekt, das Sie gerne einmal Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vor Ort vorstellen möchten?

    Dann beschreiben Sie Ihr Projekt mit Ansprechpartner und Kontaktdaten auf dieser Seite und werben in Ihrem Umfeld (zum Beispiel über SocialMedia-Kanäle) um Unterstützung für Ihr Projekt. Den Ort, an dem Sie dem OB Ihr Projekt vorstellen möchten, markieren Sie auf der interaktiven Karte. Alle registrierten Nutzerinnen und Nutzer können Ihr Projekt hier im Beteiligungsportal kommentieren und unterstützen. In der Regel am letzten Freitag jedes Monats wird Dr. Mentrup das Projekt mit der größten Zustimmung besuchen.
Phase 1

Sie fragen - der OB antwortet

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offen

Ihre Frage an Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup:

Sehr geehrter Herr Dr. Mentrup,
ich bin gebürtige Karlsruherin, 1958 geboren für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass eine Stadt sich derartig in Richtung Kommerz und mainstream (Ketten, keine Fachgeschäfte, keine gute bezahlbare badische Gastronomie, keine Cafekultur) entwickelt hat. Wer ist dafür verantwortlich?
Außerdem eine miserable Entwicklung in den Krankenhäusern, so dass der Bürger in Sorge ist ins Krankenhaus zu müssen. Das Städtische Klinikum führt eine sehr arrogante Korrespondenz bei gezielten Fragen. Sind Ihnen persönlich diese Zustände bekannt?

Dr. Frank Mentrup

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst einmal ist für mich Kommerz im Sinne von Konsum nicht negativ belegt. (Innen-) Städte waren schon immer Orte des Handels und auch des Konsums. Historisch betrachtet hat insbesondere der Handel maßgeblich zur Entstehung von Städten beigetragen. In Karlsruhe ist der Einzelhandel der wichtigste Attraktionsfaktor der Innenstadt. Damit trägt er wesentlich zu ihrer Lebendigkeit bei. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die innerstädtische Handelsfläche aufgrund des sich verändernden Einkaufsverhaltens der Bevölkerung (z. B. Online-Shopping) zukünftig abnehmen wird. Ich sehe dies als Herausforderung, aber auch als Chance für die Entwicklung der Karlsruher Innenstadt.

Die Antwort auf die Frage nach der Verantwortung für den Rückgang individueller Betriebsformen sowohl im Handel als auch in der Gastronomie ist vielschichtig, da unterschiedlichste Mechanismen ineinander greifen. Grundsätzlich handelt es sich bei der von Ihnen beschriebenen Entwicklung des Einzelhandelsbesatzes („Ketten, keine Fachgeschäfte“) und der Gastronomie („keine gute bezahlbare Gastronomie, keine Cafekultur“) in Karlsruhe um einen allgemeinen Trend, der sich auch in anderen Städten niederschlägt. Der hohe Standardisierungsgrad von Filialisten und Systemgastronomen bietet ihnen ökonomische Vorteile (z. B. niedrigere Preise aufgrund höherer Abnahmemengen, zentrale Internetpräsenz für alle Filialen) im Vergleich zu Nicht-Filialisten. Letztlich sind es aber auch die Konsumentinnen und Konsumenten, welche durch ihr Einkaufsverhalten Teil dieser Entwicklung sind. Teilweise existiert die Erwartungshaltung, bestimmte „Ketten“ in einer Stadt vorzufinden. Auch der Immobilienmarkt – in der Regel können sich vor allem größere Anbieter die Mieten in den zentralen Lagen leisten – begünstigt die von Ihnen beobachtete Entwicklung.

Aktuell befassen wir uns mit der Zukunft des Einzelhandels in der Karlsruher Innenstadt im Rahmen des „Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit der Karlsruher City als Einzelhandelsstandort“. Hier sollen Maßnahmen und Ideen erarbeitet werden, welche die Attraktivität und Multifunktionalität der Innenstadt durch eine wettbewerbsfähige Einzelhandelsstruktur und eine ausgewogene Nutzungsmischung stärken. Die Citywerkstatt am 7. Juni 2018 markierte den Einstieg in einer Beteiligung der Öffentlichkeit zu diesem Thema. Zukünftig wird es auch weiterhin die Möglichkeit geben, Ideen zur Innenstadt und zur Entwicklung des Handels in der Innenstadt im Bürgerbeteiligungsportal einzubringen. Ich freue mich über Ihr Interesse an dem Thema und bin gespannt auf das Fortschreiten des Projekts.

Bezüglich Ihrer Sorge um die Entwicklung in den Karlsruher Krankenhäusern möchte ich Sie gerne beruhigen. Auch unter den bestehenden schwierigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ist es dem Städtischen Klinikum ein Anliegen, nach Kräften dazu beizutragen, den Aufenthalt und die Versorgung der Patienten sicher und so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ich bedauere sehr, dass es aus Ihrer Sicht Kritik an der Korrespondenz des Städtischen Klinikums bei gezielten Anfragen gibt. Da Sie hierzu leider keine näheren Hintergründe mitteilen, möchte ich Ihnen anbieten, sich bei konkreten Anliegen direkt an das Ideen- und Beschwerdemanagement des Städtischen Klinikums (https://www.klinikum-karlsruhe.de/service/anregungen-und-beschwerden/) zu wenden. Dort steht Ihnen für solche Angelegenheiten jeweils ein direkter Ansprechpartner per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung (Telefon: 0721 974-1004) oder Sie können einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank Mentrup

08.06.18, 12:58, Zustimmungen , 0 Kommentare

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