Luftbild alte Feuerwache
Stadtweit

Nachnutzung der Alten Feuerwache

Etablierung des Hauses des Bevölkerungsschutzes

ThemaStadtplanung und Bauen
Zeitraum
Zielgruppealle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Karlsruhe

Beteiligung anregenBeteiligung anregen
offen
  • Nachnutzung der Alten Feuerwache

    Die Alte Feuerwache in der Ritterstraße wird nach Auszug der Feuerwehr, der im April 2021 erfolgt ist, zum Haus des Bevölkerungsschutzes umgenutzt. Im Hauptgebäude sollen dabei die ehrenamtlichen Einheiten des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes untergebracht werden, ergänzt durch eine hauptamtliche Rettungswache im ehemaligen Werkstattgebäude.
     
    Lageplan Alte Feuerwache
    Lageplan Alte Feuerwache (Bildrechte: LA)
     
    Seitens der gemeinderätlichen Gremien ist die Freigabe für das Projekt zwischenzeitlich erfolgt. Die Planungen für die Umnutzung und Zusammenstellung des neuen Nutzerkreises laufen seit Anfang 2020 und befinden sich in der finalen Phase. Nach heutigem Stand soll der voraussichtliche Beginn des Umbaus gegen Ende des Jahres 2022 starten.
     
    Die Umbaumaßnahmen der unterschiedlichen Gebäudeteile werden mit der Technikzentrale für das gesamte Ensemble und dem ehemaligen Werkstattgebäude im Innenhof starten. Dieser Gebäudeteil wurde früher für Reparaturarbeiten genutzt und hier soll künftig die hauptamtliche Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes Baden-Württemberg e.V. untergebracht werden. Diese beinhaltet Stellplätze für die Rettungswagen sowie Funktionsräume für die Sanitäterinnen und Sanitäter – wie z.B. Büros und Aufenthaltsräume.

    Das Hauptgebäude entlang der Ritterstraße wird einer technischen Anpassung unterzogen. In diesem Gebäudeteil sollen die Büros der Vereine und die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes untergebracht werden. Allerdings werden diese Fahrzeuge nicht unter Sondersignal ausfahren, sondern nur zu Einsatzsituationen im Rahmen des Katastrophenschutzes.

    Nach einer geschätzten Bauzeit von knapp zwei Jahren soll die zukünftige Nutzerschaft gegen Ende des Jahres 2024 schrittweise einziehen können.


    Vorstellung der zukünftigen Nutzerschaft

    Die zukünftige Nutzerschaft setzt sich zusammen aus dem Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V., der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Ortsverband Karlsruhe, dem Malteser Hilfsdienst e.V., dem DLRG Bezirk Karlsruhe e.V. und der Bergwacht Schwarzwald e.V. – Ortsgruppe Karlsruhe, die im Folgenden näher vorgestellt werden.

    Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V.

    Der Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V. (ASB) ist Leistungsträger im Rettungsdienst des Landes Baden-Württemberg gemäß § 2 Rettungsdienstgesetz.

    Im Rettungsdienstbereich Karlsruhe betreibt der ASB im Stadtgebiet derzeit an drei Standorten Rettungswachen, wobei die Rettungswache Karlsruhe-Ost in der Kriegsstraße spätestens 2024 abgerissen wird und nach einem Ersatz gesucht wurde. Zur Sicherstellung der gleichmäßigen Verteilung der Rettungswachen über das Stadtgebiet hat der ASB in der Ritterstraße einen optimalen Standort gefunden. Lediglich ein Teil des Gebäudebestands soll wie beschrieben für die Rettungswache des ASB fungieren.

    Im Haus des Bevölkerungsschutzes ist eine Rettungswache mit voraussichtlich vier Stellplätzen für zwei aktiv eingesetzte Rettungsfahrzeuge und Reservefahrzeuge, Sozialräume für die Mitarbeitenden sowie Lager- und Desinfektionsräumlichkeiten geplant. Die Rettungswagen gehören zur Notfallrettung, die Notfallpatienten versorgen, überwachen und ins Krankenhaus transportieren.

    Viele Fahrten der Rettungsfahrzeuge werden zwischen verschiedenen Destinationen stattfinden, beispielsweise direkt vom Krankenhaus zum nächsten Einsatz, was eine Rückkehr an die Wache nicht erforderlich macht und das Lärmaufkommen durch ein- und ausfahrende Fahrzeuge entsprechend senkt. Bei Einsätzen rücken die Fahrzeuge in der Regel einzeln aus. Die Ausfahrt erfolgt über die Mathystraße, was eine problemlose Einordnung in den fließenden Verkehr ermöglicht.

    Für den Betrieb eines Rettungswagens halten sich zwei bis drei Mitarbeitende in der Rettungswache auf. Insgesamt sind für den durchgehenden Betrieb eines Rettungswagens an allen Tagen im Jahr rund 12 Mitarbeitende erforderlich.

    Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Ortsverband Karlsruhe

    Der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Ortsverband Karlsruhe ist eine ehrenamtliche Hilfsorganisation mit christlichen Wurzeln und einer bedeutenden Historie. Der Ortsverband umfasst circa 30 Mitglieder und unterstützt die Menschen in der Region Karlsruhe auf vielfältige Weise.

    Zu den regelmäßigen Aktivitäten des Verbands gehören wöchentliche Ausbildungsabende, Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, Jugendarbeit und Arbeit in Schulsanitätsdiensten, Einsätze der Betreuungseinheit und der Schnelleinsatzgruppe sowie generelles Engagement im Bevölkerungsschutz der Stadt Karlsruhe.

    Im Haus des Bevölkerungsschutzes werden Flächen für Büros und Lagermöglichkeiten für Material sowie eine mobile Feldküche benötigt und ferner Stellplätze für verschiedene Fahrzeuge aus dem Katastrophenschutz. Die Einsätze werden hier vor- und nachbereitet und die Helferinnen und Helfer qualifiziert. Der hauptsächliche Teil der ehrenamtlichen Arbeit findet demnach im Innenbereich statt. Einsätze mit Signalanlage sind an diesem Standort nicht vorgesehen.   

    Malteser Hilfsdienst e.V.

    Die Karlsruher Malteser sind seit etwas mehr als 50 Jahren für die Karlsruher Bevölkerung aktiv – im Rahmen des Bevölkerungsschutzes des Stadtkreises konkret in der Einsatzeinheit III.
    Zu den erforderlichen Aufgaben gehören die Bereitstellung eines „Transportmoduls für Patientinnen und Patienten“, die Module „Technik und Sicherheit“, die beispielsweise die Einrichtung von Notstrom beinhalten sowie „Sanität“ (Behandlungsplatz und Versorgung von Patientinnen und Patienten).

    Im Haus des Bevölkerungsschutzes beabsichtigt der Malteser Hilfsdienst e.V. die beiden Bundes- bzw. Landesfahrzeuge der Einheit abzustellen.

    In enger Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden der anderen Karlsruher Organisationen stellt der Malteser Hilfsdienst e.V. somit die Einsatzbereitschaft und Erstversorgung von Patientinnen und Patienten bei größeren Schadenfällen mit vielen Verletzten sicher.

    DLRG Bezirk Karlsruhe e.V.

    Der DLRG Bezirk Karlsruhe e.V. ist eine Übergliederung von 22 eigenständigen Gruppen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe und vereint rund 9.300 ehrenamtliche Mitglieder. Der Bezirk ist für die Organisation des Bevölkerungsschutzes und des Wasser-Rettungsdienstes im Stadt- und Landkreis verantwortlich. Im Haus des Bevölkerungsschutzes wird der Verein ein Büro für Verwaltungstätigkeiten sowie den Schulungsraum für Sitzungen und zur Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitglieder nutzen.

    Bergwacht Schwarzwald e.V. – Ortsgruppe Karlsruhe

    Der Nutzerkreis der Bergwacht Karlsruhe setzt sich aus circa 25 aktiven Mitgliedern und zahlreichen Anwärterinnen und Anwärtern zusammen. Sie führen im Auftrag des Landes Baden-Württemberg den Rettungsdienst abseits der Straßen- und Siedlungsgebiete im unwegsamen Gelände im Bereich der Stadt Karlsruhe und der Hornisgrinde durch.

    Die Bergrettungswache in Unterstmatt ist jedes Wochenende besetzt, im Bereich Karlsruhe rückt die Bergwacht Karlsruhe seit Kurzem aus dem Ortsgebiet Durlach aus.
     
    Im Haus des Bevölkerungsschutzes wird die Bergwacht den ehemalige Schlauchturm für die technische Ausbildung in der Senkrechten nutzen, dieser eignet sich als ideales Ausbildungsobjekt. Des Weiteren ist eine gelegentliche Mitnutzung der Schulungsräume vorgesehen.

    Feuerwehrgarten für die Nachbarschaft

    Im nördlichen Bereich des Areals – hinter dem ehemaligen Werkstattgebäude der Feuerwache – befindet sich eine Grünfläche, die bislang der ehemaligen Branddirektion vorbehalten war. Die zukünftige Nutzerschaft hat keine Bedarfe, diese Fläche alleinig zu nutzen, weshalb die Möglichkeit für ein gemeinsames Gartenprojekt mit der angrenzenden Nachbarschaft besteht.

    Sollten Sie als Anwohnerin oder Anwohner Interesse an dem Projekt haben, bitten wir Sie um Rückmeldung an die unten angeführte Projektemailadresse:
     
    Den Informationsflyer zum Projekt finden Sie hier: