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Stadtweit

Klimaschutzkonzept Karlsruhe 2030

Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts für Karlsruhe

ThemaNatur und Umwelt
Zeitraum29.11.19 bis 26.01.20
Zielgruppealle Einwohnerinnen und Einwohner

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Videobotschaft von Bürgermeisterin Lisbach

    Bürgermeisterin Lisbach bittet um rege Beteiligung.
     
  • Ergebnisse zum Klimaforum

    Klimaforum 29.11.2019
    Die Ergebnisse zum Klimaforum am 29.11.2019 finden Sie hier.
     
  • Ziele erfordern Taten: der Maßnahmenkatalog für 2030

    Umweltbürgermeisterin Lisbach
    Bürgermeisterin Lisbach
    Die Stadt Karlsruhe verfolgt als langfristiges Ziel, bis 2050 im Stadtgebiet klimaneutral zu sein. Die Stadtverwaltung selbst strebt aufgrund ihrer Vorbildfunktion die Klimaneutralität bereits für 2040 an.

    Mit dem Entwurf des Klimaschutzkonzepts 2030 liegt dazu jetzt ein Handlungskatalog für das kommende Jahrzehnt vor, das zum Erreichen der Karlsruher Klimaschutzziele entscheidend sein wird.

    Die Staatengemeinschaft hatte 2015 in Paris vereinbart die weltweite Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Damit soll erreicht werden, dass es nicht zu unabsehbaren und unumkehrbaren Folgen für Mensch und Natur kommt.

    Das Klimaschutzkonzept 2030 der Stadt ist der Karlsruher Beitrag zum Abkommen von Paris. Es soll dazu beitragen, dass die Treibhausgasemissionen – in erster Linie CO2 – bis 2030 um 58% gegenüber 2010 reduziert werden. Mit der heutigen Technik ist dieser Weg möglich, auch wenn dazu immense Anstrengungen und Veränderungen notwendig sind. Er bedeutet vor allem den Abschied von allen fossilen Energieträgern, die unser Leben beim Reisen, beim Heizen oder beim Konsum noch weitgehend bestimmen. Vor allem aber erfordert der Wandel Entschlossenheit und Mut von allen Gruppen in der Gesellschaft: Von Politik und Verwaltung, von der Wirtschaft und von jeder und jedem Einzelnen.

    Gestalten Sie die klimafreundliche Zukunft in Karlsruhe mit!

    Zahlreiche Expertinnen und Experten haben mit der Stadtverwaltung rund 75 Maßnahmen in fünf Schwerpunktbereichen erarbeitet, die nun von Ihnen, den Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern, kommentiert, ergänzt oder bewertet werden können. Dazu dient das Beteiligungsportal, in dem Sie alle Einzelmaßnahmen des Entwurfs nachlesen können. Außerdem finden Sie Hintergrundinformationen zu den Vorschlägen und zu den bisherigen Klimaschutzaktivitäten der Stadt.

    Die Online-Beteiligung zum Klimaschutzkonzept 2030 ist bis zum 26. Januar 2020 geöffnet.

    Sie können die Vorschläge kommentieren und bewerten oder neue Vorschläge einbringen. Zusätzlich können Sie Ihre Meinung zu den bisherigen Kommentaren abgeben. Wie dies genau geschieht, erfahren Sie unter dem Reiter „Teilnehmen“.

    Alle Kommentare und Bewertungen werden sorgfältig gesichtet und fließen in die weitere Bearbeitung ein. Das weiter entwickelte Klimaschutzkonzept wird schließlich vom Gemeinderat beraten und soll noch im ersten Quartal 2020 beschlossen werden.

     

    Herzliche Grüße

    Ihre Bettina Lisbach

     
  • Entwicklung Klimaschutzkonzept und Beteiligungsmöglichkeiten

    Beteiligungsprozess
    Beteiligungsmöglichkeiten im Überblick
  • Die fünf Handlungsfelder des Konzepts

    A – Wärme und Strom

    Langfristig muss die Wärmeversorgung in Karlsruhe C02-neutral erfolgen. Um dieses Ziel erreichen zu können, muss eine abgestimmte Strategie für den Umbau der Wärmeversorgung von fossilen zu erneuerbaren Energien entwickelt und umgesetzt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Energiewende. Die Karlsruher Klimaziele können nur erreicht werden, wenn insbesondere die Photovoltaik weiter ausgebaut wird.

    B – Bauen und Sanieren

    Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt ist die energetische Modernisierung des Gebäudebestands ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. Der Energieverbrauch in den Gebäuden muss reduziert werden und es muss ein Umstieg auf klimafreundliche erneuerbare Engerien erfolgen. Dafür ist eine höhere Sanierungsbereitschaft sowie der Einsatz klimafreundlicher Baustoffe beim Aus- oder Umbau notwendig. Zudem muss Wohnraum effektiver genutzt werden. Neubauvorhaben müssen von Anfang an klimaneutral geplant und errichtet werden. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die Beteiligten durch Information, Beratung und Förderung.

    C - Wirtschaft

    Gewerbe, Dienstleistung und Industrie sind die wirtschaftlichen Grundpfeiler der Stadt. Die Stadt möchte gemeinsam mit den Akteuren der freien Wirtschaft eine langfristige Strategie entwickeln, wie die Unternehmen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Unternehmen profitieren davon langfristig, indem sie aufgrund der niedrigeren Energiekosten wirtschaftlicher agieren können. Ziel ist es, die Unternehmen zu Energieeffizienzmaßnahmen zu motivieren und sie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.

    D - Mobilität

    In der Stadt Karlsruhe werden bereits viele Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt. Trotzdem steigen die C02-Emissionen, denn die Bevölkerung und die zurückgelegten Wegelängen wachsen. Eine echte Verkehrswende wird es nur mit mutigen Maßnahmen geben, die das Mobilitätsverhalten adressieren, das noch stark vom PKW geprägt ist. Neben der Energiewende ist deshalb auch eine kluge Verkehrswende erforderlich.

    E- Übergreifendes

    Die Stadt Karlsruhe geht ihre Möglichkeiten zur Vermeidung von CO2-Emissionen aktiv an und setzt sich mit dem neuen Klimaschutzkonzept ehrgeizige Ziele. Um diese Ziele auch für die Gesamtstadt zu erreichen, müssen jedoch alle Teile der Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Die Stadt motiviert und bietet Anreize für besonders engagierte Klimaschutzmaßnahmen. Sie nutzt ihre Kontakte, um von anderen Städten zu lernen und eigene gute Beispiele bekannt zu machen.

Phase 5

Handlungsfeld D - Mobilität

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket D1: Reduzierung des motorisierten Verkehrs
Die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger wird durch die Reduzierung bzw. Lenkung des motorisierten Verkehrs verbessert. Dazu zählen das Raum- und Mobilitätskonzept für die Innenstadt, ein stadtweites Parkraumkonzept sowie die Erarbeitung einer intelligenten Citylogistik für den Berufs- und Lieferverkehr. Das erfolgreiche Carsharing-Konzept wird unterstützt durch weitere Stellplatzangebote speziell für Sharing-Fahrzeuge sowie durch die Integration in Quartierslösungen und Stadtentwicklungsprojekte. Ergänzt durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit werden die Weichen für eine angemessene und zukunftsfähige Mobilität innerhalb der Stadt gestellt.
 
6 Einzelmaßnahmen:
 
- D1.1 Regulierung des motorisierten Individualverkehrs im Innenstadtbereich
- D1.2 Schaffung stellplatzfreier Bereiche und Quartiere im öffentlichen Raum
- D1.3 Stellplatzschlüssel reduzieren im privaten Bereich
- D1.4 Unterstützung des Carsharings
- D1.5 Realisierung einer Citylogistik nach Abschluss der Kombilösung
- D1.6 Klimafreundliche Mobilität erlebbar und sichtbar machen
 
Maßnahmenpaket D2: Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
Die öffentlichen Verkehrsangebote werden weiter ausgebaut und an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst. Der Nahverkehrsplan wird zügig umgesetzt, indem - unter anderem - bestehende Strecken verlängert und noch fehlende Verbindungen geschlossen werden. Kapazitäten werden erhöht durch dichtere Taktung und Modernisierung der Fahrzeugflotte. Der öffentliche Personenverkehr soll gegenüber dem motorisierten Individualverkehr konsequent bevorrechtigt werden. Eine Verknüpfung mit anderen Mobilitätsangeboten ergänzt das Angebot.
 
6 Einzelmaßnahmen:
 
- D2.1 Netzausbau
- D2.2 Kapazitätssteigerung
- D2.3 Weiterentwicklung des Tarifsystems
- D2.4 regiomove und Integration neuer Mobilitätsdienstleister
- D2.5 Konsequente Bevorrechtigung
- D2.6 Klimafreundliche Busflotte
 
Maßnahmenpaket D3: Ausbau der Elektromobilität
Insbesondere in Ballungsräumen mit ihren überwiegend kurzen Fahrstrecken ist die Elektromobilität die Alternative zum Verbrennungsmotor. Pilotprojekte, z.B. mit Taxi-oder Handwerksunternehmen, werden von erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen und verstärkter Beratung zum Thema begleitet. Dabei wird sowohl der öffentliche als auch der private Raum berücksichtigt. Der städtische E-Fuhrpark wird erweitert (siehe Maßnahmenpaket Klimaneutrale Stadtverwaltung E1.2).

3 Einzelmaßnahmen:

- D3.1 Pilotprojekte zur Elektrifizierung der Kfz-Flotte
- D3.2 Ausbau Ladeinfrastruktur im privaten Raum
- D3.3 Ausbau Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum

Maßnahmenpaket D4: Stärkung des Fuß- und Radverkehrs
Im Sinne des Klimaschutzes ist die „selbsttätige“ Bewegung zu Fuß oder mit dem Fahrrad die beste Form der Mobilität. Karlsruhe verstärkt den Umbau zur Fahrradstadt durch den Ausbau von Radwegen, auch Regionalradwegen ins Umland, durch Fahrradabstellanlagen und Transportalternativen für die Kurzstrecke, z.B. mit Lastenrädern. Die Förderung des Fußverkehrs wird als neuer Schwerpunkt der klimafreundlichen Mobilität angegangen. Hierzu zählen u.a. die Ausweitung der Fußgängerbereiche in der Innenstadt und ein neues Fußverkehrskonzept.

5 Einzelmaßnahmen:

- D4.1 Forcierung des Umbaus zur Fahrradstadt
- D4.2 Regionalradwege
- D4.3 Ausbau von Radabstellanlagen
- D4.4 Fokus Lastenrad: Förderung und Erweiterung von Leihsystemen
- D4.5 Fußverkehrsförderung

 
 

offen
bis 26.01.20

Ihre Rückmeldung zu den Maßnahmen im Handlungsfeld Mobilität

Zu D 1.1: Eine City-Maut ist hinsichtlich der Erhebung sowie deren rechtlichen Grundlage zwar schwer umzusetzen, aber dennoch nicht unmöglich. Denkbar ist hier ein Ansatz der die Nutzung nach Entfernung zur Innenstadt bepreist sowie die Nutzung ...

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Zu D1.2 Schaffung stellplatzfreier Bereiche und Quartiere im öffentlichen Raum: Die öffentlichen PKW-Stellplätze in den Straßen (in der Innenstadt und in den Wohngebieten) sollten deutlich reduziert werden (langfristig möglichst komplett ...

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Zu D2 Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): Eine Finanzierungsmöglichkeit für den Ausbau des ÖPNV wäre das Bürgerticket: Alle Bürger zahlen einen Beitrag (z.B. gestaffelt nach Jahreseinkommen) und können dafür alle Busse und ...

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Zur Förderung des Fuss- und Radverkehrs sollte das Parken im Kurvenbereich nicht länger toleriert werden, da dadurch der Fuss- und Radverkehr ausgebremst wird.

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Auf der Autobahn A5 im Bereich der Stadt Karlsruhe sollte die Stadt auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung hinwirken (gutes Beispiel: Heidelberg). Das bringt neben reduzierten Emissionen auch Lärmschutz.

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D2.2 Um die Kapazitäten des ÖPNV tatsächlich langfristig ausbauen zu können müssten die oberirdisch Gleise in der Kaiserstraße erhalten bleiben, damit sie bei Bedarf reaktiviert werden können.

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Zu D 1.1.: Klimafreundlicher Fuß- und Radverkehr sowie der öffentliche Personennahverkehr muss bei allen Umbau, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen priorisiert werden. In der Konzeptvorlage fehlen konkrete und effektive Maßnahmen, wie der ...

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D4.1 Fahrradfahren ist eine umweltfreundliche und platzsparendeMobilitätsmöglichkeit, welche sich besonders für innerstädtische Gebiete anbietet.Aus diesen Gründen soll dem Radverkehr eine Priorisierung bei allen Bauvorhabenzukommen, sowie bei ...

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D4.4 Wir befürworten die Maßnahmen, welche im Klimaschutzkonzept beschriebenwerden. Häufig fehlt jedoch eine detaillierte Konzeptvorlage zu den einzelnenMaßnahmen.Es ist dafür zu sorgen, dass der finanziellen Förderung von Lastenrädern ...

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Zu D2.1 kann ich nur sagen: Definitiv ist ein Ausbau des Schienennetzes und damit eine Kapazitätssteigerung dringend notwendig. Ganz so schlimm wie bei der DB ist es zum Glück nicht. Doch sind die Schienen einmal blockiert, beispielsweise durch ...

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Weitere Phasen ansehen

  • Dokumentation des Klimaforums am 29. November 2019

    Energieversorgung, Infrastruktur und Erneuerbare Energien 1
    Zum Start der Online-Beteiligung stellte die Stadt beim Klimaforum am 29. November 2019 den Entwurf zum Handlungskatalog des Klimaschutzkonzeptes mit Zielhorizont 2030 der interessierten Bürgerschaft vor. Nach der thematischen Einführung durch Bürgermeisterin Bettina Lisbach und einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nutzten rund 240 Teilnehmende die Gelegenheit, um an neun Themeninseln die anwesenden Expertinnen und Experten aus Stadtverwaltung und städtischen Gesellschaften zu den Inhalten des Handlungskataloges zu befragen. An jeder Themeninsel bestand zudem die Möglichkeit, die Einzelmaßnahmen des Klimaschutzkonzeptes zu kommentieren. Hiervon machten die Anwesenden umfassenden Gebrauch. Sie gaben zahlreiche Anregungen und Anmerkungen zu den beschriebenen Maßnahmen und brachten zusätzlich eigene Ideen ein. Die Arbeitsergebnisse fließen in die Auswertung der Online-Beteiligung mit ein. Hier stehen sie Ihnen bereits fotografisch zur Verfügung.

    Lesen Sie hier die Nachberichterstattung zum Klimaforum in der Stadtzeitung.

  • Kontakt

    Bei Rückfragen zum Prozess wenden Sie sich bitte an:
     
    KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur