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Stadtweit

Klimaschutzkonzept Karlsruhe 2030

Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts für Karlsruhe

ThemaNatur und Umwelt
Zeitraum29.11.19 bis 26.01.20
Zielgruppealle Einwohnerinnen und Einwohner

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Videobotschaft von Bürgermeisterin Lisbach

    Bürgermeisterin Lisbach bittet um rege Beteiligung.
  • Klimaschutzaktivitäten der Stadt Karlsruhe

    Warming Stripes
    Die Stadt Karlsruhe betätigt sich bereits vielfältig im Bereich Klimaschutz.
    WEITER
  • Ziele erfordern Taten: der Maßnahmenkatalog für 2030

    Umweltbürgermeisterin Lisbach
    Bürgermeisterin Lisbach
    Die Stadt Karlsruhe verfolgt als langfristiges Ziel, bis 2050 im Stadtgebiet klimaneutral zu sein. Die Stadtverwaltung selbst strebt aufgrund ihrer Vorbildfunktion die Klimaneutralität bereits für 2040 an.

    Mit dem Entwurf des Klimaschutzkonzepts 2030 liegt dazu jetzt ein Handlungskatalog für das kommende Jahrzehnt vor, das zum Erreichen der Karlsruher Klimaschutzziele entscheidend sein wird.

    Die Staatengemeinschaft hatte 2015 in Paris vereinbart die weltweite Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Damit soll erreicht werden, dass es nicht zu unabsehbaren und unumkehrbaren Folgen für Mensch und Natur kommt.

    Das Klimaschutzkonzept 2030 der Stadt ist der Karlsruher Beitrag zum Abkommen von Paris. Es soll dazu beitragen, dass die Treibhausgasemissionen – in erster Linie CO2 – bis 2030 um 58% gegenüber 2010 reduziert werden. Mit der heutigen Technik ist dieser Weg möglich, auch wenn dazu immense Anstrengungen und Veränderungen notwendig sind. Er bedeutet vor allem den Abschied von allen fossilen Energieträgern, die unser Leben beim Reisen, beim Heizen oder beim Konsum noch weitgehend bestimmen. Vor allem aber erfordert der Wandel Entschlossenheit und Mut von allen Gruppen in der Gesellschaft: Von Politik und Verwaltung, von der Wirtschaft und von jeder und jedem Einzelnen.

    Gestalten Sie die klimafreundliche Zukunft in Karlsruhe mit!

    Zahlreiche Expertinnen und Experten haben mit der Stadtverwaltung rund 75 Maßnahmen in fünf Schwerpunktbereichen erarbeitet, die nun von Ihnen, den Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern, kommentiert, ergänzt oder bewertet werden können. Dazu dient das Beteiligungsportal, in dem Sie alle Einzelmaßnahmen des Entwurfs nachlesen können. Außerdem finden Sie Hintergrundinformationen zu den Vorschlägen und zu den bisherigen Klimaschutzaktivitäten der Stadt.

    Die Online-Beteiligung zum Klimaschutzkonzept 2030 ist bis zum 26. Januar 2020 geöffnet.

    Sie können die Vorschläge kommentieren und bewerten oder neue Vorschläge einbringen. Zusätzlich können Sie Ihre Meinung zu den bisherigen Kommentaren abgeben. Wie dies genau geschieht, erfahren Sie unter dem Reiter „Teilnehmen“.

    Alle Kommentare und Bewertungen werden sorgfältig gesichtet und fließen in die weitere Bearbeitung ein. Das weiter entwickelte Klimaschutzkonzept wird schließlich vom Gemeinderat beraten und soll noch im ersten Quartal 2020 beschlossen werden.

     

    Herzliche Grüße

    Ihre Bettina Lisbach

     
  • Entwicklung Klimaschutzkonzept und Beteiligungsmöglichkeiten

    Beteiligungsprozess
    Beteiligungsmöglichkeiten im Überblick
  • Die fünf Handlungsfelder des Konzepts

    A – Wärme und Strom

    Langfristig muss die Wärmeversorgung in Karlsruhe C02-neutral erfolgen. Um dieses Ziel erreichen zu können, muss eine abgestimmte Strategie für den Umbau der Wärmeversorgung von fossilen zu erneuerbaren Energien entwickelt und umgesetzt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Energiewende. Die Karlsruher Klimaziele können nur erreicht werden, wenn insbesondere die Photovoltaik weiter ausgebaut wird.

    B – Bauen und Sanieren

    Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt ist die energetische Modernisierung des Gebäudebestands ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. Der Energieverbrauch in den Gebäuden muss reduziert werden und es muss ein Umstieg auf klimafreundliche erneuerbare Engerien erfolgen. Dafür ist eine höhere Sanierungsbereitschaft sowie der Einsatz klimafreundlicher Baustoffe beim Aus- oder Umbau notwendig. Zudem muss Wohnraum effektiver genutzt werden. Neubauvorhaben müssen von Anfang an klimaneutral geplant und errichtet werden. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die Beteiligten durch Information, Beratung und Förderung.

    C - Wirtschaft

    Gewerbe, Dienstleistung und Industrie sind die wirtschaftlichen Grundpfeiler der Stadt. Die Stadt möchte gemeinsam mit den Akteuren der freien Wirtschaft eine langfristige Strategie entwickeln, wie die Unternehmen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Unternehmen profitieren davon langfristig, indem sie aufgrund der niedrigeren Energiekosten wirtschaftlicher agieren können. Ziel ist es, die Unternehmen zu Energieeffizienzmaßnahmen zu motivieren und sie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.

    D - Mobilität

    In der Stadt Karlsruhe werden bereits viele Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt. Trotzdem steigen die C02-Emissionen, denn die Bevölkerung und die zurückgelegten Wegelängen wachsen. Eine echte Verkehrswende wird es nur mit mutigen Maßnahmen geben, die das Mobilitätsverhalten adressieren, das noch stark vom PKW geprägt ist. Neben der Energiewende ist deshalb auch eine kluge Verkehrswende erforderlich.

    E- Übergreifendes

    Die Stadt Karlsruhe geht ihre Möglichkeiten zur Vermeidung von CO2-Emissionen aktiv an und setzt sich mit dem neuen Klimaschutzkonzept ehrgeizige Ziele. Um diese Ziele auch für die Gesamtstadt zu erreichen, müssen jedoch alle Teile der Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Die Stadt motiviert und bietet Anreize für besonders engagierte Klimaschutzmaßnahmen. Sie nutzt ihre Kontakte, um von anderen Städten zu lernen und eigene gute Beispiele bekannt zu machen.

Phase 1

Mitmachen - aber wie?

Grundsätzliche Informationen zur Beteiligung

Insgesamt wurden für den Maßnahmenkatalog rund 75 Einzelmaßnahmen in fünf Handlungsfeldern erarbeitet.
 
Um die Darstellung und die Kommentierung zu vereinfachen, werden die 75 Einzelmaßnahmen in 15 thematischen Paketen vorgestellt. Zum genaueren Nachlesen stehen alle Maßnahmen eines Handlungsfeldes als PDF-Dateien sowie eine Maßnahmenübersicht (PDF) für eine schnelle Orientierung zur Verfügung.

Die fünf Handlungsfelder finden Sie im Nachfolgenden von Phase 2 bis einschließlich Phase 6. Alle Handlungsfelder bieten über denselben Zeitraum die Möglichkeit der Online-Beteiligung.
 
  • A - Wärme und Strom
  • B - Bauen und Sanieren
  • C - Wirtschaft
  • D - Mobilität
  • E - Übergreifendes
 
Information zur Bewertung und Kommentierung der Maßnahmen
 
Kommentieren
Jedes Handlungsfeld kann kommentiert werden. Wenn Sie zu einzelnen Maßnahmen gezielte Anmerkungen oder Vorschläge haben, bitten wir darum, diese jeweils gesondert im jeweiligen Forum zu kommentieren und dabei die Maßnahmennummer (z. B. A1.1 für Energieleitplan) anzugeben. Dies erleichtert eine gezielte Auswertung der Rückmeldungen.
 
Bewerten
Sie können alle oder ausgewählte Einzelmaßnahmen in der Umfrage bewerten und pro Handlungsfeld drei Favoriten angeben. Bitte verwenden Sie hierfür ausschließlich die Umfrage und nicht die Kommentarfunktion.
 
Die Einzelmaßnahmen können Sie hier (LINK) bewerten.
 
Eigene Vorschläge einbringen
Wenn Sie neue Maßnahmen vorschlagen möchten, die nicht bereits im Maßnahmenpaket enthalten sind, nutzen Sie bitte dafür diese Vorlage (PDF).
 
Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Einhaltung der Kommunikationsregeln.
 
 

Phase 2

Handlungsfeld A - Wärme und Strom

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket A1: Grundlagen der künftigen Energieversorgung
Wärme und Strom müssen möglichst bald und zuverlässig aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Dazu wird eine langfristige Strategie der Stadtwerke als Energieversorger erarbeitet. Ein städtisches Energiekonzept (Energieleitplan) wird aufzeigen, an welchen Stellen besonderer Handlungsbedarf besteht und wo die Chancen auf Einsparungen besonders groß sind.
 
3 Einzelmaßnahmen:
 
- A1.1 Energieleitplan
- A1.2 Roadmap für eine Transformation (Defossiliesierung)
- A1.3 Nachhaltigkeitsorientierte Produktgestaltung der Stadtwerke
 
Maßnahmenpaket A2: Fernwärme und Tiefengeothermie
Die Versorgung mit Fernwärme wird weiter ausgebaut werden. Neue Anwendungsfelder, z.B. die Gewinnung von Kälte aus Fernwärme, werden untersucht und umgesetzt. Bis 2030 wird die Fernwärme in Karlsruhe weiterhin als Abwärme aus industriellen Prozessen gewonnen werden können und nutzt so Energie, die sonst verloren ginge. Langfristig – über 2030 hinaus - müssen jedoch neue Quellen erschlossen werden. Eine davon ist die natürliche Erdwärme, die in der Tiefe des Rheingrabens vorhanden ist. Ob und wie diese Wärme im Stadtgebiet umweltverträglich gewonnen werden kann, muss frühzeitig untersucht werden.
 
4 Einzelmaßnahmen:
 
- A2.1 Weiterer Ausbau und Verdichtung des Fernwärmenetzes
- A2.2 Realisierung fernwärmebasierter Kältelösungen
- A2.3 Großwärmepumpe zur Optimierung des Fernwärmenetzes
- A2.4 Nutzung der Tiefengeothermie
 
Maßnahmenpaket A3: Dezentrale Wärmeversorgung
Die Abkehr von Öl, Gas und Kohle erfordert künftig neue Versorgungsstrukturen, sowohl in Neubaugebieten als auch im Gebäudebestand. Neben der Fernwärme als großflächigem Versorgungssystem, wird es zunehmend kleinere Netze geben. Neue Wärmequellen werden dafür erschlossen, Techniken der Wärmegewinnung und Speicherung erprobt und genutzt, um sie möglichst passgenau für die jeweiligen Anforderungen einsetzen zu können. Dabei sind auch Kostengesichtspunkte zu berücksichtigen - eine besondere Herausforderung im Gebäudebestand mit jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen.
 
6 Einzelmaßnahmen:

- A3.1 Nahwärmesysteme und dezentrale Wärmespeicher
- A3.2 Steigerung der Versorgung mit privater Wärmepumpe
- A3.3 Konsequentere Ausnutzung bestehender Biomasse-Potenziale
- A3.4 Wärmenutzung Abwasser
- A3.5 Abwärme aus der Industrie
- A3.6 Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung

Maßnahmenpaket A4: Solarenergie
Energiegewinnung aus Wind und Wasser spielt im Stadtgebiet Karlsruhe eine untergeordnete Rolle. Die Sonne kann jedoch direkt und in großem Maßstab als erneuerbare Energiequelle genutzt werden: theoretisch könnte mehr als die Hälfte des derzeitigen Strombedarfs in Karlsruhe über Photovoltaik abgedeckt werden, wenn die geeigneten Dächer mit Anlagen ausgestattet werden. Mit einem deutlich ausgeweiteten Beratungsangebot sowie Kooperationen mit maßgeblichen Akteuren wird der Ausbau mit Photovoltaik und Solarthermie vorangebracht.

6 Einzelmaßnahmen:

- A4.1 Photovoltaik-Beratungsoffensive
- A4.2 Ausbau unterstützender Dienstleistungsangebote
- A4.3 Realisierung weiterer Solarparks und Strom-Communities
- A4.4 Gezielter Ausbau von Photovoltaik auf gewerblichen Dachflächen
- A4.5 Ausrollung von Mieterstromprojekten mit der Wohnungswirtschaft
- A4.6 Solarthermienutzung

 
 

offen
bis 26.01.20
Jetzt teilnehmen
Phase 3

Handlungsfeld B - Bauen und Sanieren

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket B1: Städtische Planung und Politik
Insbesondere in der Planung und Umsetzung von Neubaugebieten verstärkt die Stadt ihren Einfluss auf eine klimagerechte Bauausführung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien (Klimaneutralität als Planungsleitsatz). Mit einer langfristigen klimagerechten Bodenvorratspolitik nimmt die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Einfluss auf den Grundstücksmarkt. Auch Kontrolle und Vollzug baulicher Vorgaben und öffentlich-rechtlicher Vorschriften werden im Sinne des Klimaschutzes ausgeweitet.
 
5 Einzelmaßnahmen:
 
- B1.1 Strategie und Grundsatzentscheid für eine klimaschutzgerechte Bauleitplanung
- B1.2 Photovoltaik-Pflicht für Dächer auf Neubauten
- B1.3 Anpassung der Vorgaben beim Verkauf städtischer Grundstücke
- B1.4 Langfristig ausgerichtete Bodenvorratspolitik
- B1.5 Kontrolle und Vollzug energetischer Standards
 
Maßnahmenpaket B2: Sanierungsoffensive
Auf den Gebäudebestand privater Eigentümerinnen und Eigentümer hat die Stadt kaum direkte Einflussmöglichkeiten. Da aber gerade dort hohe Potenziale zur Energie- und damit Emissionseinsparung bestehen, startet Karlsruhe eine Beratungsoffensive. Die bewährten Energiequartiere werden erweitert, die Energieberatung ausgebaut und Sanierungsbündnisse mit maßgeblichen Akteuren wie der Wohnungswirtschaft und dem Denkmalschutz geschlossen. Die städtische Volkswohnung wird Klimaschutzvorreiter und strebt – wie auch die Stadt selbst für ihren eigenen Gebäudebestand - Klimaneutralität bis 2040 an.
 
6 Einzelmaßnahmen:
 
- B2.1 Modernisierungsbündnis mit Wohnungsbauakteuren
- B2.2 Ausweitung der Energiequartier-Initiative
- B2.3 Aufsuchende Energieberatung
- B2.4 Ausbau des Contractings im Bereich energetische Sanierung
- B2.5 Konstruktive Kooperation Denkmalschutz und Energie
- B2.6 Volkswohnung als Klimaschutzvorreiter bei der Bestandssanierung
 
 
 

offen
bis 26.01.20
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Phase 4

Handlungsfeld C - Wirtschaft

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket C1: Klimaallianz
Die Karlsruher Klimaallianz bringt Stadt und Unternehmen in Klimaschutzaktivitäten zusammen. Unternehmen und Institutionen werden dabei unterstützt, ihr Engagement und ihre Vorbildfunktion als nachhaltig handelndes Unternehmen sichtbar zu machen. Die Stadt stellt durch personelle Verstärkung des Klimaschutzmanagements sicher, dass die Klimaallianz ein langfristiges und anspruchsvolles Angebot darstellt. Unternehmen sollen damit auf den Weg gebracht werden, ihren Beitrag zur Erreichung der gesamtstädtischen Ziele zu leisten.
 
2 Einzelmaßnahmen:
 
- C1.1 Klimaschutzmanagement für den Bereich Wirtschaft
- C1.2 Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen
 
Maßnahmenpaket C2: Netzwerk und Erfahrungsaustausch
Niederschwelliger als die Klimaallianz mit festgelegten Teilnahmekriterien, werden Angebote zum Austausch über Energie- und Klimaschutzthemen aufgelegt. Von offenen Treffen über strukturierte Netzwerke bis hin zu branchenspezifischen Spezialangeboten sollen möglichst viele Unternehmen angesprochen werden. Energiekonzepte für Gewerbegebiete fördern sowohl den Klimaschutz als auch die Kooperation zwischen Stadt und lokaler Wirtschaft.
 
5 Einzelmaßnahmen:
 
- C2.1 Klimastammtisch
- C2.2 Neue Energieeffizienz-Netzwerke starten
- C2.3 Energienetzwerk Green IT
- C2.4 Bündelung von Fortbildungs- und Beratungsangeboten
- C2.5 Energiekonzepte für Gewerbegebiete
 
 
 

offen
bis 26.01.20
Jetzt teilnehmen
Phase 5

Handlungsfeld D - Mobilität

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket D1: Reduzierung des motorisierten Verkehrs
Die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger wird durch die Reduzierung bzw. Lenkung des motorisierten Verkehrs verbessert. Dazu zählen das Raum- und Mobilitätskonzept für die Innenstadt, ein stadtweites Parkraumkonzept sowie die Erarbeitung einer intelligenten Citylogistik für den Berufs- und Lieferverkehr. Das erfolgreiche Carsharing-Konzept wird unterstützt durch weitere Stellplatzangebote speziell für Sharing-Fahrzeuge sowie durch die Integration in Quartierslösungen und Stadtentwicklungsprojekte. Ergänzt durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit werden die Weichen für eine angemessene und zukunftsfähige Mobilität innerhalb der Stadt gestellt.
 
6 Einzelmaßnahmen:
 
- D1.1 Regulierung des motorisierten Individualverkehrs im Innenstadtbereich
- D1.2 Schaffung stellplatzfreier Bereiche und Quartiere im öffentlichen Raum
- D1.3 Stellplatzschlüssel reduzieren im privaten Bereich
- D1.4 Unterstützung des Carsharings
- D1.5 Realisierung einer Citylogistik nach Abschluss der Kombilösung
- D1.6 Klimafreundliche Mobilität erlebbar und sichtbar machen
 
Maßnahmenpaket D2: Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
Die öffentlichen Verkehrsangebote werden weiter ausgebaut und an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst. Der Nahverkehrsplan wird zügig umgesetzt, indem - unter anderem - bestehende Strecken verlängert und noch fehlende Verbindungen geschlossen werden. Kapazitäten werden erhöht durch dichtere Taktung und Modernisierung der Fahrzeugflotte. Der öffentliche Personenverkehr soll gegenüber dem motorisierten Individualverkehr konsequent bevorrechtigt werden. Eine Verknüpfung mit anderen Mobilitätsangeboten ergänzt das Angebot.
 
6 Einzelmaßnahmen:
 
- D2.1 Netzausbau
- D2.2 Kapazitätssteigerung
- D2.3 Weiterentwicklung des Tarifsystems
- D2.4 regiomove und Integration neuer Mobilitätsdienstleister
- D2.5 Konsequente Bevorrechtigung
- D2.6 Klimafreundliche Busflotte
 
Maßnahmenpaket D3: Ausbau der Elektromobilität
Insbesondere in Ballungsräumen mit ihren überwiegend kurzen Fahrstrecken ist die Elektromobilität die Alternative zum Verbrennungsmotor. Pilotprojekte, z.B. mit Taxi-oder Handwerksunternehmen, werden von erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen und verstärkter Beratung zum Thema begleitet. Dabei wird sowohl der öffentliche als auch der private Raum berücksichtigt. Der städtische E-Fuhrpark wird erweitert (siehe Maßnahmenpaket Klimaneutrale Stadtverwaltung E1.2).

3 Einzelmaßnahmen:

- D3.1 Pilotprojekte zur Elektrifizierung der Kfz-Flotte
- D3.2 Ausbau Ladeinfrastruktur im privaten Raum
- D3.3 Ausbau Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum

Maßnahmenpaket D4: Stärkung des Fuß- und Radverkehrs
Im Sinne des Klimaschutzes ist die „selbsttätige“ Bewegung zu Fuß oder mit dem Fahrrad die beste Form der Mobilität. Karlsruhe verstärkt den Umbau zur Fahrradstadt durch den Ausbau von Radwegen, auch Regionalradwegen ins Umland, durch Fahrradabstellanlagen und Transportalternativen für die Kurzstrecke, z.B. mit Lastenrädern. Die Förderung des Fußverkehrs wird als neuer Schwerpunkt der klimafreundlichen Mobilität angegangen. Hierzu zählen u.a. die Ausweitung der Fußgängerbereiche in der Innenstadt und ein neues Fußverkehrskonzept.

5 Einzelmaßnahmen:

- D4.1 Forcierung des Umbaus zur Fahrradstadt
- D4.2 Regionalradwege
- D4.3 Ausbau von Radabstellanlagen
- D4.4 Fokus Lastenrad: Förderung und Erweiterung von Leihsystemen
- D4.5 Fußverkehrsförderung

 
 

offen
bis 26.01.20
Jetzt teilnehmen
Phase 6

Handlungsfeld E - Übergreifendes

bis 26.01.20

Maßnahmenpaket E1: Klimaneutrale Stadtverwaltung 2040
Karlsruhe hat sich selbst verpflichtet, bereits bis 2040 klimaneutral zu sein. Im Unterschied zu den bisher vorgestellten Maßnahmen, deren Umsetzung die Stadt häufig nur indirekt beeinflussen kann, ist das Ziel, die klimaneutrale Stadtverwaltung aus eigener Kraft und in eigener Verantwortung – jedoch unterstützt durch Landesförderung - zu erreichen. Große Anstrengungen wird die Sanierung städtischer Gebäude erfordern, wobei der energetische Aspekt hier häufig zusammen mit anderen Sanierungsnotwendigkeiten, u.a. Sicherheit, Bausubstanz, Barrierefreiheit oder Brandschutz zu verfolgen ist. Weitere Handlungsfelder sind z.B. die energetische Verbesserung des städtischen Fuhrparks, ein stadtinternes Mobilitätsmanagement, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder die Verpflegung in städtischen Kantinen und Mensen. Als Pilotprojekt energieintensiver städtischer Liegenschaften wird ein Energiekonzept für das Klärwerk erarbeitet und umgesetzt.
 
9 Einzelmaßnahmen:

- E1.1 Klimaneutrale Stadtverwaltung 2040
- E1.2 Langfristiges Sanierungskonzept für städtische Gebäude
- E1.3 Gezielter Photovolktaiksausbau auf städtischen Gebäuden
- E1.4 Städtischer Fuhrpark
- E1.5 Internes Mobilitätsmanagement
- E1.6 Komplette Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED
- E1.7 Energiekonzept Klärwerk
- E1.8 Klimafreundliche Mittagsverpflegung in kommunalen Mensen und Kantinen
- E1.9 Klimafreundliche Beschaffung - Fokus Green IT
 
Maßnahmenpaket E2: Förderung und Beratung für den Klimaschutz
Viele Vorschläge des Konzepts wenden sich an Dritte, die für die Umsetzung zuständig sind, so im Bereich Gebäudesanierung oder beim Ausbau der Photovoltaik. Hier bietet die Stadt künftig verstärkte und gebündelte Beratungsleistungen an. Ein weiterer Anreiz zur Umsetzung wird durch finanzielle Förderung ambitionierter Klimaschutz-Maßnahmen an Private oder Unternehmen gegeben. Wo Emissionen nicht vollständig vermieden werden können, besteht die Möglichkeit, Restemissionen zu kompensieren. Ausgleichsmöglichkeiten bietet der Karlsruher Klimafonds mit durch die Karlsruher Energieagentur (KEK) initiierten Aufforstungsprojekten. Bekanntheit und Reichweite des Fonds sollen weiter gesteigert werden.
 
4 Einzelmaßnahmen:
 
- E2.1 Neuausrichtung der energie- und klimaschutzbezogenen Erstberatung: Beratungszentrum Klimaschutz
- E2.2 Weiterentwicklung der kommunalen Förderprogrammatik
- E2.3 Schaffung einer übergreifenden Finanzierungsmöglichkeit (Fondsmodell)
- E2.4 KompensationsmaßnahmenAngebote zur CO2-Kompensation

Maßnahmenpaket E3: Kommunale Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation
Die Einzelmaßnahmen des Klimaschutzkonzeptes müssen durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Eine langfristig angelegte Kampagne muss laufend über Fortschritt, Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten informieren und zum Mitmachen motivieren. Die Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch mit anderen Kommunen ist ebenso wichtig wie die Kooperation mit Hochschulen, Verbänden und weiteren Klimaschutz- Akteuren. Die Stadt wird ihren Einfluss in Gremien der Kommunalvertretung, wie z.B. dem Städtetag, nutzen, um auf die erforderlichen Rahmenbedingungen und Entscheidungen zugunsten des Klimaschutzes auch auf Landes-, Bundes- und Europaebene einzuwirken.

4 Einzelmaßnahmen:

- E3.1 Öffentlichkeitsarbeit in einzelnen Handlungsfeldern
- E3.2 Neustart für die Neuausrichtung der Klimaschutzkampagne Karlsruhe
- E3.3 Kommunale Zusammenarbeit ausbauen (regional, national, international)
- E3.4 Klimaschutzpakt mit Karlsruher Hochschulen

 
 

offen
bis 26.01.20
Jetzt teilnehmen
Phase 7

Eigene Vorschläge und Anmerkungen

bis 26.01.20

Eigene Vorschläge
Wenn Sie neue Maßnahmen vorschlagen möchten, die nicht bereits im Maßnahmenpaket enthalten sind, nutzen Sie dafür bitte diese Vorlage (PDF). Bitte senden Sie diese ausgefüllt an info@kek-karlsruhe.de.
 
Anmerkungen zum Klimaschutzkonzept

Grünflächen: Der v.a. für das städtische Lokalklima wichtige Bereich Grünflächen wurde nicht vergessen. Da dieses Thema jedoch ausführlich in der Klimaanpassungsstrategie (LINK) behandelt wird, wurde darauf verzichtet, hierzu weitere Maßnahmen in das Klimaschutzkonzept aufzunehmen.

Mobilität: Ebenso wurden in der Regel Maßnahmen aus dem Bereich der Mobilität nicht aufgenommen, wenn sie bereits Gegenstand des gültigen Verkehrsentwicklungsplans (LINK) sind.

Mineralölraffinerie/ Rheinhafen-Dampfkraftwerke: Die größten CO2-Emittenten auf Karlsruher Gemarkung, die Mineralölraffinerie MiRO und die Rheinhafen-Dampfkraftwerke der EnBW (RDK), fehlen hier, weil deren Emissionen rechnerisch nicht der Karlsruher CO2-Bilanz zugeschlagen werden und aus kommunaler Sicht kaum Einflussmöglichkeiten bestehen. Aufgrund der kommunalen Bilanzierungssystematik (Territorialbilanz / Endenergiebezug) sind die CO2-Emissionen des RDK stromseitig im sogenannten Bundesmix für Energieträger erfasst und fließen dadurch indirekt in die städtische Bilanz mit ein.

offen
bis 26.01.20
Jetzt teilnehmen
Phase 8

Überarbeitung

nach der aktiven Beteiligungsphase

Diese Online-Beteiligung ist bis zum 26.1.2020, 18:00 Uhr aktiv.

Alle eingegangenen Kommentare werden gesichtet und gehen in die weitere Bearbeitung des Konzeptentwurfs durch die städtische Projektgruppe unter Leitung des Umweltdezernats ein. Dies umfasst sowohl Kommentare und Ergänzungen zu bestehenden Maßnahmen als auch neue Vorschläge.

Phase 9

Veröffentlichung

am 24.03.20

Das entsprechend überarbeitete Konzept wird in den zuständigen städtischen Gremien vorberaten und soll schließlich durch den Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. März 2020 beschlossen werden.

Nach abschließenden redaktionellen Überarbeitung der Inhalte wird das neue Klimaschutzkonzept für 2030 schnellstmöglich veröffentlicht.

Phase 10

Umsetzung

nach Gemeinderatsbeschluss

In der Umsetzungsphase erfolgt ein regelmäßiges Monitoring zur Zielerreichung. Außerdem werden verschiedene Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten angeboten. Hierzu werden wir zu gegebener Zeit informieren.

  • Kontakt

    Bei Rückfragen zum Prozess wenden Sie sich bitte an:
     
    KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur